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Regine Wolff und Sebastian Osterhaus
Malerei

Vernissage: Freitag, 14. August 2026, 19 Uhr
Begrüßung und Künstler*innen-Interview: Eva Lause, 2. Vorsitzende BBK Osnabrück

Ausstellungsdauer: 14. August bis 3. Oktober 2026

KunstQuartier | Bierstr. 33 | 49074 Osnabrück

Öffnungszeiten:
Mi. – Fr. 15:00 – 18:00 Uhr
Sa: 11:00 – 16:00 Uhr

Führungen nach Vereinbarung

Der Eintritt ist frei.

Diese Ausstellung wird tierisch menschlich. Sebastian Osterhaus und Regine Wolff arbeiten figürlich und beschäftigen sich in ihren Bildern mit unserer Gegenwart anhand von Tier, Natur und Mensch. Beider Bilder sind narrativ doch nicht realistisch. Die menschgemachte Welt der Städte, Waren, Fahrzeuge und Gegenstände bleibt meist außen vor – der unsichtbare als Elefant im Raum.

Sebastian Osterhaus, geboren in Ibbenbüren, hat zunächst ein Studium der Kunst/Kunstpädagogik/Kunstgeschichte, an der Universität Osnabrück abgeschlossen (2007) und im Anschluss Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studiert (bis 2012). Schon während seines Studiums gewann er Förderpreise und stellt bereits seit 2007 regelmäßig aus.

Sebastian Osterhaus ist Träger mehrerer Kunstpreise und erhielt zuletzt 2022 den Internationaler Karlspreis zu Aachen. Osterhaus’ Kunst lässt uns eine Welt betreten, deren Vielfalt so herausfordernd ist, dass etwa die Grenzen zwischen Mensch, Tier und Natur fließend ineinander übergehen.

Dies auszudrücken, nutzt er medien- und gattungsübergreifende Darstellungsmöglichkeiten, die seinem Anliegen, einer zeitgenössischen, kraftvollen und innovativen Malerei, entsprechen.

Den Künstler bewegen die unterschiedlichen Möglichkeiten in der Neuschöpfung von Figurationen. Die Werke, die dabei entstehen, dienen der Transkription und Charakterisierung von Mensch- und Tierfiguren auf Papier und Leinwand. Inspiration schöpft der Künstler sowohl aus Themen der Literatur und Kunstgeschichte, als auch aktueller Politik und traditioneller Volkskultur.

Auf eine spielerische Art und Weise, unter Nutzung abwechslungsreicher Techniken, nähert sich Osterhaus seinen Themen an, den Dialog mit den Betrachtenden fordernd und wünschend.

Regine Wolff hat ebenfalls in Sachsen studiert. Aufgewachsen im Norden der DDR, studierte sie nach der Wende Textildesign an der westsächsischen Hochschule. Nach Ihrem Abschluss arbeitete sie viele Jahre in der Textilindustrie und bei Textilverlagen.

Ihre erste Einzelausstellung als Malerin hatte sie 2013 im KunstQuartier des BBK Osnabrück. Ihre künstlerische Ausbildung intensivierte Wolff in den Jahren 2014 bis 2018 durch den Besuch internationaler Sommerakademien in Salzburg, Berlin und Hamburg in der Malereiklasse von Norbert Bisky. Wolff ist Trägerin mehrerer Kunstpreise und mit ihren Arbeiten in öffentlichen Sammlungen vertreten.

In ihren Bildern entlarvt Wolff die Trennung von Mensch und Natur als künstliches Konstrukt. Pflanzen, Tiere und Menschen treffen sich in melancholisch unwirklichen Szenen und erzählen von vielfältige Beziehungen und Gefühle: poetisch, dramatisch, emotional, manchmal auch komisch und bizarr. Ihre malerischen Mittel sind dabei von der Freude an der genauen Beobachtung und Beschreibung geprägt.

Sie beobachtet und betont dabei eher die wunderbare Vielfalt, die wir vorfinden, als dass sie Neues erfindet. Sie zeigt uns Wesen, die erstaunlicherweise wirklich existieren und setzt sie ungewöhnlich in Szene. In ihrer eignen Mischtechnik kombiniert sie Probedrucke ihrer textilen Muster mit Malerei, so dass ein komplexes Dickicht aus Zeichen und Motiven im Hintergrund verschmilzt.

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