„Vom Impressionismus zum Konstruktivismus“

POLINA ZINOVEEVA, Malerei

In ihrer Ausstellung „Vom Impressionismus zum Konstruktivismus“ führt die ukrainische Künstlerin Polina Zinoveeva die Betrachter*innen hinein in einen Transformationsprozess, der zugleich Rückschau und Neubeginn ist.

Das Licht in ihren Bildern hat keinen erkennbaren Ursprung, und gerade das macht die Motive unwirklich und zugleich zutiefst real. Ihre Malerei bleibt still, doch sie fordert das Publikum heraus: Jedes Werk wird zur Einladung, seelische Landschaften zu ergründen – Orte von Freude und Fragilität, von Schmerz und Hoffnung.

Vernissage: Freitag, 16. Januar 2026, 19 Uhr
Begrüßung: Regine Wolff, 1. Vorsitzende BBK Osnabrück
Einführung : Mechthild Wendt, Künstlerin
Musik: Jesenia Мarchenko (Querflöte, Gesang) und Oleksii Marchenko (Gitarre, Gesang)

Ausstellungsdauer: 16. Januar bis 7. März 2026

KunstQuartier | Bierstr. 33 | 49074 Osnabrück

Öffnungszeiten:
Di-Fr: 14:00 – 18:00 Uhr
Sa: 11:00 – 16:00 Uhr | Führungen nach Vereinbarung

Der Eintritt ist frei.

Es ist der Minimalismus, der Polina Zinoveeva fasziniert, der Symbolismus. Leere ist in den Natur- und Stadtlandschaften, den Stilleben der ukrainischen Impressionistin nie nur Leere – die Betrachtenden sind Mitkonstrukteure der zugleich flächengeprägten wie graphischen, zugleich gegenständlichen wie abstrakten Welten, in die Zinoveeva sie versetzt.

Zinoveeva, eine der namhaftesten zeitgenössischen, professionellen Künsterinnen der Ukraine, arbeitet in Öl und Ölpastellkreide auf Leinwand. Ihre Arbeiten, zumal ihre Seestücke, entstehen oft vor Ort, zuweilen als Ausführung einer Skizze im Atelier. Typisch für Zinoveevas Stil sind Helligkeit, und, bei aller Farbdichte, eine Zartheit, die sich bis in die Pinselführung erstreckt. Das Licht ist oft diffus, ohne erkennbare Herkunft, was den Motiven Unwirklichkeit verleiht, ohne die Realistik zu negieren, die allem Gezeigten zugrunde liegt.

Zinoveevas Bilder sind unaufdringlich und zurückhaltend, aber nie indifferent. Der distanzierte Ernst, der ihnen innewohnt, teilt sich den Betrachtenden als Herausforderung mit, zu dekodieren. Das Äußere steht bei Zinoveeva für das Innere. Sie malt Seelenlandschaften, kollektive Psychogramme. Viele zeigen stille Freude. Viele sind nicht frei von Zerrissenheit, Bedrohung. Schmerz.

Bilder von Polina Zinoveeva sind in vielen Ländern zu sehen, von den Niederlanden bis Kanada, von den USA bis Polen, von Österreich bis Russland, von Litauen bis Deutschland. Vor allem sind sie in der Ukraine vertreten, in Museen, Galerien, Privatsammlungen.

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